Als Teil der Storebrand Gruppe folgen wir einem einheitlichen Nachhaltigkeitsstandard, der auf drei Säulen fußt: Exclusion, Solutions und Active Ownership. Dabei wird nach unserer Auffassung das volle Potenzial einer nachhaltigen Investment-Strategie erst ausgeschöpft, wenn alle drei Aspekte miteinander verbunden werden.
Was verstehen wir unter Exclusion, Solutions und Active Ownership?
Exclusion: Unsere Fonds sind nicht in Unternehmen investiert, die folgende Geschäftsgebaren oder - praktiken oder Produkte aufweisen:
- Der systematische Bruch internationalen Rechts, internationaler Normen und international anerkannter Menschenrechte
- Systematische Korruption und Finanzkriminalität
- Schwerwiegende Umweltschädigung wie Entwaldung
- Herstellung oder Verkauf von Waffensystemen (Nuklearwaffen, Landminen, Streubomben etc.)
- Glücksspiel (mehr als 5 Prozent des Umsatzes)
- Erwachsenenunterhaltung (mehr als 5 Prozent des Umsatzes)
- Tabakwaren (mehr als 5 Prozent des Umsatzes)
- Cannabis für den Freizeitgebrauch – THC (mehr als 5 Prozent des Umsatzes)
- Kohle (20 Prozent des Umsatzes)
- Ölsande (25 Prozent des Umsatzes)
Der Ausschluss ist für uns das letzte Mittel und sollte nur angewendet werden, wenn Unternehmen eindeutig zeigen, dass sie nicht an Veränderungen oder Verbesserungen arbeiten. Sollte ein ausgeschlossenes Unternehmen einen nachhaltigen positiven Wandel zeigen, kann es auch wieder für Investitionen zugelassen werden.
Solutions: Da wir Nachhaltigkeit für einen entscheidenden Faktor für den langfristigen Erfolg von Unternehmen halten, ist es notwendig, unseren Fondsmanagern entsprechende Werkzeuge an die Hand zu geben, damit sie die Risiken und Chancen der Unternehmen in Bezug auf Nachhaltigkeit einschätzen können. Unternehmen, die nachhaltige Lösungen bieten, zeichnen wir aus, während wir Unternehmen, die Nachhaltigkeitszielen zuwiderhandeln, abwerten. Die Informationen über das ESG-Rating der Unternehmen steht den Fondsmanagern systematisch zur Verfügung, damit sie es während des Investitionsprozesses einfach berücksichtigen können.
Active Ownership: SKAGEN verfügt über eine lange Tradition im Engagement mit Unternehmen und versteht sich als aktiver Investor. Daher nehmen wir unsere Stimmrechte bei Hauptversammlungen wahr und sind im Dialog mit den Unternehmen, in die wir investiert sind. Auf beiden Wegen verschaffen wir uns Gehör und versuchen, auf die Unternehmen Einfluss zu nehmen, damit sie in den von uns notwendig erachteten Bereichen Verbesserungen vornehmen.
Ob wir mit einem Unternehmen in Dialog treten, hängt davon ab, wie bedeutsam es für unsere Investitionstätigkeit ist, für wie gravierend wir das Thema halten und wie wir unsere Chancen einschätzen, gegebenenfalls zusammen mit anderen Investoren auf das Unternehmen einzuwirken. Zum Thema Entwaldung hat die gesamte Storebrand Gruppe im Jahr 2019 neue Richtlinien eingeführt und wir haben daraufhin mit südamerikanischen Firmen Gespräche geführt, damit sie nicht zur illegalen Entwaldung des Amazonas-Regenwaldes beitragen.
Um unsere Kontakte mit den Unternehmen – sei es per E-Mail, Telefon, Videokonferenz oder bei einem persönlichen Treffen - nachzuhalten, haben wir eine spezielle Handy-App aufgesetzt, unseren ESG Engagement Engine. Dieser bietet Portfoliomanagern, Analysten und dem ESG-Team die Möglichkeit, sofort und überall Daten über die getätigten Engagements einzugeben.
Unser Engagement richtet sich aber nicht nur auf Unternehmen. Kürzlich haben wir beispielsweise einen Brief an das japanische Finanzministerium geschrieben, in dem wir unsere Bedenken bezüglich einer Gesetzesinitiative geäußert haben. Das Gesetz wurde später abgeschwächt, vor allem aufgrund des internen und externen Drucks.
Im Rahmen einer Serie werden wir Ihnen in den folgenden Wochen zwei Beispiele unseres Engagements vorstellen.
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Über Alexandra Morris:
Alexandra Morris ist seit September 2016 Investment Director bei SKAGEN Funds. Als Leiterin des Investment-Teams ist sie für die Anlageentscheidungen und Ergebnisse aller SKAGEN Fonds-Teams verantwortlich. Alexandra hat in mehr als 20 Berufsjahren vielfältige Erfahrungen in der Investmentbranche gesammelt - als Portfoliomanagerin, als Broker, als Investor Relations Director genauso wie als Investment Director. Alexandra ist CFA-diplomierte Finanzanalystin und hat an der Universität St. Gallen in der Schweiz studiert. Sie besuchte auch die International Management School von Nycomed.
Über SKAGEN Funds:
SKAGEN Funds ist eine norwegische Asset Management Boutique mit einer langen und erfolgreichen Tradition im aktiven Management von Aktienfonds. Das Unternehmen wurde 1993 gegründet und hat seinen Sitz in Stavanger. Bis heute ist SKAGEN Funds zu einer der größten Fondsgesellschaften in Norwegen herangewachsen – mit rund 140.000 Kunden in Skandinavien und strategischer Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Europa. Vertreten in Deutschland durch SKAGEN AS – Zweigniederlassung Frankfurt, Barckhausstr. 1, 60325 Frankfurt (Gewerbe-Registernummer: 06412000). SKAGEN AS ist Teil der Storebrand Group und gehört zu 100 Prozent Storebrand Asset Management AS.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.skagenfunds.de
Über Storebrand Group:
Die Storebrand Gruppe ist einer der führenden Anbieter von Anlagelösungen zum Vermögensaufbau und zur Altersvorsorge im nordischen Markt. Sitz der Gruppe ist Oslo. Storebrand Asset Management verwaltet aktuell mehr als 70 Milliarden Euro, was die Gruppe zum größten privaten Asset Manager Norwegens macht. Das Unternehmen ist auch in Schweden mit Produkten im Bereich Asset Management, Lebensversicherungen, und Krankenversicherungen aktiv. Storebrand betreut derzeit etwa 1,9 Millionen Kunden in Norwegen und Schweden. Die Anfänge des an der Börse Oslo notierten Unternehmens gehen bis in das Jahr 1767 zurück.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.storebrandfunds.com